Merken An meinem ersten richtigen Frühlingstag in der neuen Wohnung stand ich in der Küche und wollte etwas machen, das nach Sommer schmeckt, aber trotzdem herzhaft satt macht. Ich hatte frisches Tempeh vom Markt mitgebracht und erinnerte mich an ein altes BLT-Sandwich aus Kindertagen, nur eben ohne tierische Produkte. Die Idee, daraus ein Grilled Cheese zu machen, kam mir beim Blick auf den Käse im Kühlschrank. Das Ergebnis war so gut, dass ich es zwei Tage hintereinander gemacht habe. Seitdem ist es mein Lieblingsessen, wenn ich Besuch habe, der noch nicht weiß, wie gut veganes Essen sein kann.
Ich erinnere mich an einen Abend, als meine Schwester spontan vorbeikam und skeptisch die Nase rümpfte, als ich ihr von veganem Speck erzählte. Sie meinte, das könne doch niemals schmecken. Dann biss sie in das Sandwich, und ihr Gesicht veränderte sich komplett. Sie saß da, kaute langsam und sagte dann nur: Das ist verdammt gut. Seitdem fragt sie mich jedes Mal, wenn sie kommt, ob ich das wieder machen kann.
Zutaten
- Tempeh: Tempeh hat diese feste, nussige Struktur, die perfekt ist, um Speck nachzuahmen, und er nimmt Marinaden unglaublich gut auf.
- Sojasauce: Sie bringt die salzige Tiefe, die man braucht, und sorgt dafür, dass der Tempeh richtig würzig wird.
- Ahornsirup: Ein bisschen Süße balanciert die salzigen und rauchigen Aromen perfekt aus und hilft beim Karamellisieren.
- Olivenöl: Es macht die Marinade geschmeidig und hilft, den Tempeh beim Braten schön knusprig zu bekommen.
- Geräuchertes Paprikapulver: Das ist das Geheimnis für den rauchigen Geschmack, der an echten Speck erinnert.
- Liquid Smoke: Optional, aber wenn du es hast, verstärkt es den rauchigen Effekt noch einmal deutlich.
- Knoblauchpulver: Es gibt eine dezente Würze, die den ganzen Geschmack runder macht.
- Schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen bringt er eine leichte Schärfe und Tiefe in die Marinade.
- Sauerteigbrot: Die leichte Säure und die feste Struktur machen es perfekt zum Grillen, ohne dass es matschig wird.
- Veganer Käse: Achte darauf, dass er gut schmilzt, sonst wird das Sandwich nicht so cremig, wie es sein sollte.
- Tomate: Frisch und saftig, sie bringt die nötige Frische ins Sandwich und kontrastiert schön mit dem warmen Käse.
- Salat: Romaine oder Eisbergsalat bleiben schön knackig und bringen diese typische BLT-Textur.
- Vegane Butter: Sie sorgt dafür, dass das Brot außen goldbraun und knusprig wird, genau wie es sein soll.
Anleitung
- Tempeh marinieren:
- Verrühre Sojasauce, Ahornsirup, Olivenöl, geräuchertes Paprikapulver, Liquid Smoke, Knoblauchpulver und schwarzen Pfeffer in einer Schüssel, bis alles gut vermischt ist. Gib die Tempeh-Streifen hinzu und lass sie für 10 Minuten ziehen, damit sie den Geschmack richtig aufnehmen können.
- Tempeh-Speck braten:
- Erhitze eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze und brate die marinierten Tempeh-Streifen für 2 bis 3 Minuten pro Seite, bis sie braun und leicht knusprig sind. Nimm sie aus der Pfanne und leg sie beiseite.
- Brot vorbereiten:
- Bestreiche eine Seite jeder Brotscheibe mit veganer Butter, das wird später die Außenseite, die schön goldbraun wird.
- Sandwiches schichten:
- Leg zwei Brotscheiben mit der gebutterten Seite nach unten auf eine saubere Arbeitsfläche. Belege jede mit einer Scheibe veganem Käse, der Hälfte des Tempeh-Specks, Tomatenscheiben, Salatblättern und noch einer Scheibe Käse, danndecke sie mit den restlichen Brotscheiben ab, gebutterte Seite nach oben.
- Grillen:
- Erhitze eine große Pfanne oder Grillpfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze und leg die Sandwiches hinein. Brate sie 3 bis 4 Minuten pro Seite und drück sie sanft mit einem Pfannenwender an, bis das Brot goldbraun ist und der Käse geschmolzen.
- Servieren:
- Schneide die Sandwiches in der Mitte durch und serviere sie sofort, solange sie noch warm und der Käse noch schön cremig ist.
Merken Einmal habe ich dieses Sandwich für einen Grillabend mitgebracht, und alle dachten, es wäre kompliziert gewesen. Dabei hatte ich es in einer halben Stunde zusammengestellt. Die Leute standen um den Tisch und bissen alle gleichzeitig rein, und für einen Moment war es still, nur Kauen und zufriedenes Nicken. Das ist der Moment, in dem ich wusste, dass dieses Rezept ein Keeper ist.
Die richtige Brotauswahl
Ich habe lange mit verschiedenen Brotsorten experimentiert, und Sauerteig ist wirklich der Gewinner. Die feste Krume hält alles zusammen, und die leichte Säure passt perfekt zur Süße der Marinade. Weißbrot wird zu schnell matschig, und Vollkornbrot kann manchmal zu dominant im Geschmack sein. Wenn du kein Sauerteigbrot hast, nimm ein gutes Sandwichbrot mit fester Struktur, das nicht zu luftig ist.
Veganer Käse, der wirklich schmilzt
Nicht jeder vegane Käse ist gleich, und manche schmelzen einfach nicht. Ich schwöre auf Sorten, die auf Cashew- oder Kokosbasis hergestellt sind, weil sie cremig werden und nicht gummiartig bleiben. Violife und Bedda sind Marken, die bei mir immer funktioniert haben. Achte darauf, dass auf der Verpackung explizit steht, dass der Käse zum Schmelzen geeignet ist, sonst sitzt du am Ende mit kalten Scheiben im warmen Sandwich.
Variationen und Extras
Dieses Sandwich ist super wandelbar, je nachdem, was du gerade im Haus hast oder worauf du Lust hast. Ich hab schon Avocado dazugegeben, wenn ich es cremiger wollte, oder eingelegte Jalapeños, wenn ich Schärfe brauchte. Manchmal röste ich auch die Tomaten kurz in der Pfanne an, das gibt ihnen eine süßere Note.
- Avocado-Scheiben machen das Sandwich noch saftiger und fügen gesunde Fette hinzu.
- Eingelegtes Gemüse wie Gurken oder rote Zwiebeln bringen eine säuerliche Note, die den Geschmack hebt.
- Ein bisschen vegane Mayo oder Aioli auf dem Brot vor dem Grillen kann Wunder wirken.
Merken Dieses Sandwich ist mehr als nur ein schnelles Mittagessen, es ist ein kleines Stück Freude auf einem Teller. Mach es dir, mach es für Freunde, und genieß jeden knusprigen, käsigen Bissen.